Rechner
Wie viel Kapital bindet eine gehebelte Position?
Der Hebel verändert nur die blockierte Margin — nicht Gewinn oder Verlust der Position.
Bei Forex sind 100 000 Einheiten ein Standardlot, 10 000 ein Mini-Lot.
Wird hier als Eigenkapital verwendet; offene Gewinne anderer Positionen sind nicht enthalten.
ESMA-Vorgabe: 50 %. Einzelne Broker schliessen früher.
Erforderliche Margin
360,00 €
Abstand zum Margin-Call
44,63 %
| Hebel | Erforderliche Margin | Freie Margin | Bewegung bis Close-out |
|---|---|---|---|
| 2:1 | 5.400 € | -400 € | 21,30 % |
| 5:1 | 2.160 € | 2.840 € | 36,30 % |
| 10:1 | 1.080 € | 3.920 € | 41,30 % |
| 20:1 | 540 € | 4.460 € | 43,80 % |
| 30:1 | 360 € | 4.640 € | 44,63 % |
| 50:1 | 216 € | 4.784 € | 45,30 % |
| 100:1 | 108 € | 4.892 € | 45,80 % |
| Instrumentklasse | Max. Hebel | Mindestmargin |
|---|---|---|
| Forex-Majors | 30:1 | 3,3 % |
| Forex-Minors, Gold, Hauptindizes | 20:1 | 5,0 % |
| Rohstoffe (ausser Gold), Nebenindizes | 10:1 | 10,0 % |
| Einzelaktien & ETFs | 5:1 | 20,0 % |
| Krypto | 2:1 | 50,0 % |
Annahmen dieser Rechnung
Hinweis: Diese Rechner dienen der Information und stellen keine Anlageberatung dar. Die Inhalte auf Brokaro dienen ausschliesslich Informationszwecken und stellen keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar.
Die Einschussmarge ist der blockierte Betrag beim Öffnen der Position: Nominalwert geteilt durch den Hebel. Was danach vom Guthaben übrig bleibt, ist die freie Margin — der Puffer für Kursverluste und für weitere Positionen. Das Margin-Level setzt das Eigenkapital ins Verhältnis zur Einschussmarge; fällt es unter die Close-out-Schwelle des Brokers, wird geschlossen, ohne Rückfrage und ohne Rücksicht auf die Handelsidee.
Ein höherer Hebel vergrössert nicht den Gewinn einer bestimmten Position — der hängt nur an Positionsgrösse und Kursbewegung. Er verkleinert die blockierte Margin und verführt damit dazu, die Position grösser zu wählen. Genau das verkürzt den Abstand zum Zwangs-Close-out. Die Tabelle im Rechner zeigt diesen Zusammenhang direkt: gleiche Position, unterschiedlicher Hebel, drastisch unterschiedlicher Spielraum.
Seit 2018 gelten in der EU verbindliche Hebelgrenzen für Privatkunden: 30:1 für Forex-Majors, 20:1 für Minors, Gold und Hauptindizes, 10:1 für andere Rohstoffe und Nebenindizes, 5:1 für Einzelaktien, 2:1 für Krypto. Dazu kommen der Margin-Close-out bei 50 Prozent der Einschussmarge, Negativsaldoschutz und ein Verbot von Bonusanreizen. Die FCA hat für das Vereinigte Königreich praktisch deckungsgleiche Regeln erlassen, die Schweiz kennt keine vergleichbare Obergrenze.
Höhere Hebel für europäische Privatkunden gibt es nur auf zwei Wegen. Entweder stufen Sie sich als professioneller Kunde ein — dafür sind zwei von drei Kriterien nachzuweisen (Handelsvolumen, Portfoliogrösse über 500 000 Euro, einschlägige Berufserfahrung), und mit dem Status entfallen Negativsaldoschutz, Anlegerentschädigung und der Zugang zur Ombudsstelle ganz oder teilweise. Oder das Konto läuft über eine Einheit ausserhalb der EU, für die europäische Aufsicht und Einlagensicherung schlicht nicht zuständig sind. Prüfen Sie deshalb immer, welche Rechtseinheit im Kontovertrag steht.