CFD-Handel: wie die Kosten wirklich entstehen und warum die meisten verlieren
CFDs kosten an vier Stellen Geld: Spread, Overnight-Finanzierung, Umrechnung, Slippage. Mit Rechenbeispielen, ESMA-Hebelgrenzen und Steuerhinweisen.
Auf dieser Seite10
- Was ein CFD mechanisch ist
- Kostenblock 1: der Spread
- Kostenblock 2: die Overnight-Finanzierung
- Kostenblock 3: die Währungsumrechnung
- Kostenblock 4: Slippage und Kurslücken
- Der Hebel ist der Multiplikator
- Was die Regeln leisten – und was nicht
- Steuern: drei Länder, drei Antworten
- Wann ein CFD trotzdem das richtige Werkzeug ist
- Was Sie konkret tun sollten
Ein CFD kostet Sie an vier Stellen Geld, und nur eine davon steht im Schaufenster. Der Spread ist der sichtbare Preis. Overnight-Finanzierung, Währungsumrechnung und Slippage entscheiden darüber, ob eine Strategie, die auf dem Papier funktioniert, auch real funktioniert. Darüber liegt der Hebel: Er verändert die absoluten Kosten einer Position nicht, aber er vervielfacht sie im Verhältnis zu dem Geld, das Sie tatsächlich eingesetzt haben.
Genau daraus ergeben sich die Verlustquoten, die jeder Anbieter in der EU und in Grossbritannien auf seiner eigenen Startseite ausweisen muss. Die ESMA hat bei der Einführung ihrer Massnahmen aus Analysen mehrerer nationaler Aufsichtsbehörden zusammengetragen, dass typischerweise 74 bis 89 Prozent der Retail-Konten Verluste machen, bei durchschnittlichen Verlusten zwischen 1.600 und 29.000 Euro pro Kunde. Diese Zahlen sind kein Beweis dafür, dass alle Trader ungeschickt sind. Sie sind das sichtbare Ende einer Kostenstruktur, die sich nachrechnen lässt.
Was ein CFD mechanisch ist
Ein Contract for Difference ist ein Vertrag zwischen Ihnen und dem Broker über die Preisdifferenz eines Basiswerts zwischen Eröffnung und Schliessung. Sie kaufen die Aktie, den Index oder das Währungspaar nicht. Sie haben kein Stimmrecht, keine Verwahrung, kein Eigentum. Statt einer Dividende erhalten oder zahlen Sie eine Bardividendenanpassung.
Daraus folgen zwei Dinge, die im Marketing selten deutlich werden. Erstens: Der Preis, zu dem Sie handeln, ist der Preis des Brokers, nicht der eines Orderbuchs. Zweitens: Ihr Gegenüber ist der Broker. Wird er insolvent, sind Sie Gläubiger und nicht Eigentümer eines Wertpapiers. Deshalb ist bei CFDs die Frage, mit welcher Rechtseinheit Sie den Vertrag schliessen, deutlich wichtiger als bei einem klassischen Depot.
Kostenblock 1: der Spread
Rechnen wir konkret. Ein Standardlot EUR/USD sind 100.000 Einheiten. Ein Pip (0,0001) entspricht damit 10 US-Dollar. Bei einem Spread von 0,9 Pips kostet ein vollständiger Kauf-und-Verkauf-Zyklus 9 US-Dollar.
Das klingt harmlos. Bei EUR/USD 1,1000 hat die Position ein Nominalvolumen von 110.000 US-Dollar. Bei der europäischen Retail-Hebelgrenze von 30:1 hinterlegen Sie dafür rund 3.667 US-Dollar Margin. Der Spread allein frisst also 0,25 Prozent Ihres eingesetzten Kapitals, bevor sich der Kurs überhaupt bewegt hat.
Skalieren Sie das. Wer viermal am Tag an 250 Handelstagen handelt, kommt auf 1.000 Umschläge im Jahr. 1.000 mal 0,25 Prozent sind 250 Prozent der Margin – nur an Spread. Das ist kein Argument gegen Trading, aber es erklärt, warum aktive gehebelte Konten so selten überleben: Die Strategie muss diesen Widerstand erst einmal verdienen, bevor sie irgendetwas für Sie verdient.
Kostenblock 2: die Overnight-Finanzierung
Wenn Sie 120.000 Euro Indexexposure mit 6.000 Euro Margin halten, finanziert jemand die Differenz. Das tut der Broker, und er lässt sich das bezahlen. Der Mechanismus ist überall gleich: ein Referenzzins der jeweiligen Währung (Euro Short-Term Rate für den Euro, SOFR für den Dollar, SONIA für das Pfund, SARON für den Franken) plus ein Aufschlag für Long-Positionen, minus derselbe Aufschlag für Short-Positionen. Liegt der Referenzzins unter dem Aufschlag, zahlen beide Seiten.
Ein Rechenbeispiel mit ausgewiesenen Annahmen. Sie handeln einen deutschen Leitindex-CFD mit 5 Euro pro Punkt bei Indexstand 24.000, also 120.000 Euro Nominal. Für Hauptindizes gilt die Retail-Grenze 20:1, die Margin beträgt 6.000 Euro. Der Spread sei 1,2 Punkte, also 6 Euro für den Umschlag. Nehmen wir an, Ihr Broker berechnet insgesamt 5,0 Prozent pro Jahr auf der Long-Seite, also Referenzzins plus Aufschlag. Den tatsächlichen Aufschlag müssen Sie auf der Gebührenseite Ihres Anbieters nachlesen, er unterscheidet sich erheblich. Bei einer 360-Tage-Zählweise sind das 120.000 mal 0,05 geteilt durch 360 = 16,67 Euro pro Nacht.
| Haltedauer | Spread | Finanzierung | Gesamt | Anteil der 6.000 EUR Margin |
|---|---|---|---|---|
| 1 Nacht | 6 EUR | 17 EUR | 23 EUR | 0,4 % |
| 1 Woche (5 Nächte) | 6 EUR | 83 EUR | 89 EUR | 1,5 % |
| 1 Monat (21 Nächte) | 6 EUR | 350 EUR | 356 EUR | 5,9 % |
| 1 Quartal (63 Nächte) | 6 EUR | 1.050 EUR | 1.056 EUR | 17,6 % |
Die Botschaft steht in der letzten Spalte. Für einen Intraday-Trade ist die Finanzierung irrelevant, für eine Quartalsposition ist sie die mit Abstand grösste Kostenposition. Wer eine Indexmeinung über drei Monate ausdrücken will, zahlt mit einem CFD rund 17 Prozent seiner Margin an Zinsen. Ein ETF auf denselben Index kostet in derselben Zeit einen Bruchteil davon – dafür brauchen Sie dort das volle Kapital.
Zwei Details, die regelmässig übersehen werden: Die Zinstagezählweise ist nicht überall gleich, und 360 statt 365 Tage verändert die Finanzierungsrechnung bei 5 Prozent um gut 1,4 Prozent. Ausserdem berechnen die meisten Broker die Finanzierung auf das volle Nominal, nicht auf den tatsächlich fremdfinanzierten Teil.
Kostenblock 3: die Währungsumrechnung
Wenn Ihr Konto in Euro geführt wird und Sie einen in US-Dollar notierten CFD handeln, wird jede realisierte Position umgerechnet. Der Aufschlag darauf reicht bei europäischen Anbietern von etwa 0,25 Prozent bis über 1,5 Prozent.
Konkret: Schliessen Sie im Jahr 200 Positionen mit einem durchschnittlichen absoluten Ergebnis von 500 US-Dollar, laufen 100.000 US-Dollar durch die Umrechnung. Bei 1,0 Prozent kostet das 1.000 US-Dollar im Jahr, bei 0,25 Prozent 250 US-Dollar. Dieselben Trades, dieselbe Strategie, 750 Dollar Unterschied – allein durch eine Kontoeinstellung.
Der Ausweg ist meistens banal: Viele Broker erlauben Unterkonten in mehreren Währungen. Wer überwiegend Dollar-Instrumente handelt, führt das Handelskonto in Dollar und rechnet erst bei der Auszahlung um. Prüfen Sie das vor der Kontoeröffnung, nachträglich lässt es sich häufig nicht mehr ändern.
Kostenblock 4: Slippage und Kurslücken
Ein Stop-Loss ist eine Anweisung, zum nächsten verfügbaren Kurs zu schliessen, und keine Garantie für einen bestimmten Kurs. Bei Kurslücken über das Wochenende, bei Zahlenveröffentlichungen und in dünnen Marktphasen liegt der Ausführungskurs oft merklich schlechter als die gesetzte Marke.
Rechnen wir den Hebel dagegen. Bei 20:1 entspricht jede Kursbewegung von 1 Prozent einer Veränderung von 20 Prozent Ihrer Margin. Eine Eröffnungslücke von 2,5 Prozent gegen Sie löscht damit die Hälfte der hinterlegten Margin – und das ist exakt die Schwelle, ab der ein Broker in der EU zwangsweise glattstellen muss.
Garantierte Stops gibt es bei einigen Anbietern gegen Aufpreis, häufig nur belastet, wenn der Stop auch auslöst. Das ist eine der wenigen Zusatzgebühren, die man ernsthaft erwägen sollte, wenn man über Nacht oder über das Wochenende hält.
Der Hebel ist der Multiplikator
Die europäischen Retail-Grenzen stammen aus der ESMA-Produktinterventionsmassnahme von 2018 und werden seither von den nationalen Aufsichtsbehörden dauerhaft angewandt – in Deutschland durch eine Allgemeinverfügung der BaFin, in Grossbritannien durch die FCA-Regelung PS19/18.
| Basiswert | Retail-Hebel (EU/UK) | Margin auf 100.000 EUR | Wirkung einer Bewegung von 1 Prozent gegen Sie |
|---|---|---|---|
| Hauptwährungspaare | 30:1 | 3.333 EUR | −30 % der Margin |
| Nebenwährungen, Gold, Hauptindizes | 20:1 | 5.000 EUR | −20 % der Margin |
| Andere Rohstoffe, Nebenindizes | 10:1 | 10.000 EUR | −10 % der Margin |
| Einzelaktien, sonstige Basiswerte | 5:1 | 20.000 EUR | −5 % der Margin |
| Kryptowährungen | 2:1 | 50.000 EUR | −2 % der Margin |
In Grossbritannien ist der Fall bei Krypto noch eindeutiger: Die FCA hat den Vertrieb von Krypto-Derivaten und Krypto-ETNs an Privatkunden zum 6. Januar 2021 vollständig untersagt.
Was die Regeln leisten – und was nicht
Zum Schutzpaket gehören neben den Hebelgrenzen die Zwangsglattstellung bei 50 Prozent der erforderlichen Mindestmargin je Konto, die Negativsaldo-Absicherung je Konto, ein Verbot von Handelsanreizen wie Einzahlungsboni und die standardisierte Risikowarnung mit der eigenen Verlustquote des Anbieters.
Was diese Regeln nicht leisten: Sie machen Verluste nicht unwahrscheinlicher. Sie begrenzen nur, wie schlimm der schlimmste Fall wird. Und sie hängen daran, mit welcher Rechtseinheit Sie den Vertrag schliessen. Dieselbe Marke betreibt oft eine EU-Gesellschaft, eine britische Gesellschaft und eine Offshore-Gesellschaft mit deutlich höheren Hebeln und ohne die europäischen Auflagen. Massgeblich ist der Name auf Ihrem Kontoauszug, nicht der auf der Werbeseite.
Für die Schweiz gibt es keine ESMA-analoge Hebelbegrenzung für Privatkunden. Schweizer Anlegerinnen und Anleger, die bei einer EU- oder UK-Einheit unterschreiben, erhalten deren Grenzen; wer bei einer FINMA-beaufsichtigten Bank oder einem Wertpapierhaus handelt, bewegt sich im Schweizer Rahmen. Klären Sie das, bevor Sie einzahlen.
Ein Punkt, der regelmässig falsch verstanden wird: Entschädigungssysteme decken den Ausfall des Anbieters ab, nicht Ihre Handelsverluste. Das britische FSCS zahlt bis zu 85.000 Pfund pro Person und Institut und schliesst Ansprüche wegen schlechter Wertentwicklung ausdrücklich aus. Für Wertpapierhandelsunternehmen in Deutschland und Zypern liegen die Grenzen deutlich niedriger; die aktuellen Beträge stehen auf den Seiten der jeweiligen Entschädigungseinrichtung.
Steuern: drei Länder, drei Antworten
Deutschland. CFDs sind steuerlich Termingeschäfte. Erträge unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag, also 26,375 Prozent, gegebenenfalls zuzüglich Kirchensteuer. Der Sparer-Pauschbetrag beträgt 1.000 Euro, bei Zusammenveranlagung 2.000 Euro. Wichtig für alle, die den Fall aus den Vorjahren im Kopf haben: Die frühere Verlustverrechnungsbeschränkung für Termingeschäfte mit ihrer Obergrenze von 20.000 Euro steht im aktuellen Wortlaut von Paragraf 20 Absatz 6 EStG nicht mehr. Bestehen bleibt die getrennte Verrechnung von Verlusten aus Aktienveräusserungen. Ausländische Broker führen keine deutsche Kapitalertragsteuer ab – die Erträge gehören in die Anlage KAP.
Schweiz. Private Kapitalgewinne auf beweglichem Vermögen sind grundsätzlich steuerfrei, aber das ist keine Automatik. Die Eidgenössische Steuerverwaltung prüft anhand ihres Kreisschreibens zum gewerbsmässigen Wertschriftenhandel unter anderem Haltedauern, das Verhältnis von Umsatz zu Depotwert, den Anteil der Gewinne am Einkommen, die Fremdfinanzierung und die Frage, ob Derivate über die Absicherung eigener Positionen hinaus eingesetzt werden. Aktiver CFD-Handel berührt mehrere dieser Punkte gleichzeitig. Wer relevante Beträge handelt, klärt das vorab mit dem kantonalen Steueramt oder einer Fachperson und prüft die aktuelle Fassung auf der Seite der ESTV.
Österreich und Grossbritannien. In Österreich fallen Derivateerträge unter einen besonderen Steuersatz für Kapitalvermögen und nicht unter den progressiven Tarif; die aktuell geltende Höhe prüfen Sie bitte beim Finanzministerium. In Grossbritannien unterliegen CFD-Gewinne der Capital Gains Tax, während Spread Betting für dort Steuerpflichtige anders behandelt wird – eine Behandlung, die von den persönlichen Umständen abhängt und geändert werden kann.
Wann ein CFD trotzdem das richtige Werkzeug ist
Die ehrliche Antwort lautet: in klar umrissenen Fällen.
- Short-Positionen ohne Wertpapierleihe. Sie wollen einen Index oder eine Aktie für zwei Wochen short sein. Über ein Kassadepot ist das für Privatanleger oft gar nicht möglich.
- Kurzfristige Absicherung. Ein bestehendes Aktiendepot über einen Termin hinweg abzusichern, kostet über einen Index-CFD wenige Nächte Finanzierung statt eines Verkaufs mit Steuerfolge.
- Marktzugang. Rohstoffe, Nischenindizes oder exotische Währungspaare, die Ihr Kassabroker nicht führt.
- Feine Positionsgrössen. Bruchteile eines Kontrakts erlauben ein Risiko, das zum Konto passt, statt umgekehrt.
Und der Fall, in dem die scheinbar günstige Variante die falsche ist: Für eine Long-Position auf einen breiten Index über Monate oder Jahre ist der CFD fast immer teurer als der ETF. Die Finanzierung läuft jede Nacht weiter, die Zwangsglattstellung kann Sie zum ungünstigsten Zeitpunkt aus einer richtigen Meinung werfen, und am Ende besitzen Sie nichts. Der vermeintliche Vorteil – wenig Kapitalbindung – wird über die Zeit vom Zinsaufschlag mehr als aufgezehrt.
Was Sie konkret tun sollten
- 1Rechnen Sie den Spread Ihres meistgehandelten Instruments in Prozent Ihrer Margin um. Diese eine Zahl sagt mehr als jede Gebührentabelle.
- 2Suchen Sie die Finanzierungsseite Ihres Brokers und notieren Sie den Aufschlag über dem Referenzzins, für Long und Short getrennt.
- 3Multiplizieren Sie die Nachtkosten mit Ihrer typischen Haltedauer und vergleichen Sie das Ergebnis mit dem Spread. Ist die Finanzierung grösser, ist ein CFD für diesen Trade wahrscheinlich das falsche Instrument.
- 4Prüfen Sie Ihren Umrechnungsaufschlag und eröffnen Sie, wenn möglich, ein Unterkonto in der Währung, in der Sie überwiegend handeln.
- 5Lesen Sie die Rechtseinheit auf Ihrem Kontoauszug und schlagen Sie deren Aufsicht, Hebelgrenzen und Entschädigungssystem nach.
- 6Legen Sie vor jeder Position fest, was ein Wochenend-Gap von 2 bis 3 Prozent mit Ihrem Konto machen würde. Wenn die Antwort unangenehm ist, ist die Position zu gross.
- 7Klären Sie die steuerliche Behandlung für Ihren Wohnsitz, bevor Sie die erste Position eröffnen, und nicht im Frühjahr danach.
CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren.
Dieser Leitfaden ist eine Information und keine Anlageberatung. Zahlen, Gebühren und regulatorische Vorgaben ändern sich; prüfen Sie den aktuellen Stand immer beim Anbieter und bei der zuständigen Aufsichtsbehörde.
Häufige Fragen
Die ESMA hat aus Analysen nationaler Aufsichtsbehörden zusammengetragen, dass typischerweise 74 bis 89 Prozent der Retail-Konten Verluste machen. Der Hauptgrund ist strukturell: Jeder Umschlag startet mit dem Spread im Minus, und der Hebel vervielfacht diesen Anteil im Verhältnis zur hinterlegten Margin. Bei 30:1 und 0,9 Pips Spread kostet ein Umschlag rund 0,25 Prozent der Margin – wer 1.000 Mal im Jahr handelt, muss 250 Prozent der Margin allein an Kosten verdienen.
30:1 bei Hauptwährungspaaren, 20:1 bei Nebenwährungen, Gold und Hauptindizes, 10:1 bei anderen Rohstoffen und Nebenindizes, 5:1 bei Einzelaktien und 2:1 bei Kryptowährungen. Dazu kommen die Zwangsglattstellung bei 50 Prozent der Mindestmargin und die Negativsaldo-Absicherung. Grossbritannien wendet dieselben Grenzen an und hat Krypto-Derivate für Privatkunden seit Januar 2021 ganz verboten. Die Schweiz kennt keine entsprechende Begrenzung – entscheidend ist, mit welcher Rechtseinheit Sie den Vertrag schliessen.
Der Broker berechnet einen Referenzzins der Währung plus einen Aufschlag auf das volle Nominalvolumen, nicht auf Ihre Margin. Bei 120.000 Euro Nominal und angenommenen 5,0 Prozent pro Jahr sind das rund 16,67 Euro pro Nacht. Über ein Quartal summiert sich das auf gut 1.000 Euro – mehr als 17 Prozent einer Margin von 6.000 Euro. Den tatsächlichen Aufschlag Ihres Anbieters finden Sie auf dessen Gebührenseite; er unterscheidet sich zwischen Brokern erheblich.
Nein. Die frühere Verlustverrechnungsbeschränkung für Termingeschäfte mit der Obergrenze von 20.000 Euro findet sich im aktuellen Wortlaut von Paragraf 20 Absatz 6 EStG nicht mehr. Bestehen bleibt die getrennte Verrechnung von Verlusten aus Aktienveräusserungen sowie das Erfordernis einer Verlustbescheinigung, wenn Verluste zwischen deutschen Instituten übertragen werden sollen. Steuerregeln ändern sich – prüfen Sie den aktuellen Gesetzestext oder fragen Sie eine steuerberatende Person.
Nein. Entschädigungssysteme decken den Ausfall des Anbieters ab, nicht Verluste aus Ihren Positionen. Das britische FSCS zahlt bis zu 85.000 Pfund pro Person und Institut und schliesst Ansprüche wegen schlechter Wertentwicklung ausdrücklich aus. Für Wertpapierhandelsunternehmen in Deutschland und Zypern liegen die Grenzen niedriger; die aktuellen Beträge stehen auf den Seiten der jeweiligen Einrichtung. Der im Alltag wirksamere Schutz ist die Negativsaldo-Absicherung: Sie können nicht mehr verlieren als Ihr Kontoguthaben.
Passende Broker
Werbehinweis: Bei aktiven Partnerschaften können wir über Broker-Links eine Provision erhalten. Massgeblich sind die Konditionen des Anbieters. Provisionen beeinflussen unsere Bewertungen nicht; bezahlte Platzierungen werden gesondert als gesponsert gekennzeichnet.
Die Inhalte auf Brokaro dienen ausschliesslich Informationszwecken und stellen keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar.